künstlerHOF im Martin-Luther-Viertel

Aus ARTO wird ARTOhaus

Eine Idee findet zurück zu ihren Wurzeln

 

Seit 7 Jahren existierte ARTO schon immer als die Idee, kreativ tätige Menschen – Künstler, Musiker und Schauspieler miteinander zu vernetzen. ARTO sollte eine Begegnungsstätte sein, sowohl im sichtbaren Raum, den wir mit Staffeleien oder Leinwänden bestücken, als auch im unsichtbaren geistigen Raum, wo Kunstschaffende miteinander in Beziehung treten.

Diese Idee trat während der letzten Jahre in den Hintergrund, als ARTO vor allem eines war: Vermittlungsstätte von Wissen und Technik um Malerei, Bildhauerei, Zeichnung und Kunst – im Sinne von Kunsterziehung. Das will ARTO sich zwar behalten, aber nun soll die künstlerische Produktion in den Vordergrund rücken.

Für die Qualität der Kunstvermittlung erhielt ARTO den Dr. Emil-Löhnberg-Kulturförderpreis 2013 der Stadt Hamm. Diese Auszeichnung bestätigt die Stärken von ARTO: Qualität, Toleranz, Integration, Kommunikation und dazwischen die Künstler und Kunstvermittler.

Für ARTO ist es an der Zeit, eine Kunst zu produzieren, die ihre Flügel über Hamm ausbreitet und Menschen regional miteinander verbindet.

Aus ARTO wurde jetzt ARTOhaus – das sind Anna Hübsch, Tanja Prill, Melanie Kalb, Dieter Kossmann – ehemalige ARTO-Dozenten als bildende Künstler und Ania Orzlowski als Kunstvermittlerin. Neu im ARTOhaus sind die Künstler Jockel Reisner und Arno Weber. Die Räume sind in Ateliers umstrukturiert, in denen feste Arbeitsplätze der Künstler stehen. Einige Kurse werden auch weiterhin angeboten. Ganz sicher überdauert die Idee, dass sich hier Kreatives sammelt, dass hier eine Begegnungsstätte ist und bleibt, und ARTO ein Schmelztiegel der Künste ist.

Für die Zukunft sind Künstlerpatenschaften möglich, Förderungen oder Stipendien und vielleicht Künstleraustausche in andere Regionen oder gar Länder.

Der künstlerHOF im Martin-Luther-Viertel ist ein über Hamm hinaus verweisender Schmuck: Im Hof der Martin-Luther-Straße 11 finden sich neben ARTOhaus noch die Ateliers von Ulla Büchel und Hilde Stork.

Ein großer Raum, begehbar auf über 300 Quadratmetern und geistig erlebbar von Zeichnung über Malerei und Photographie bis hin zur Bildhauerei. Das ist Vielfalt. Das ist ARTO. Das ist der Künstlerhof.

 

Anna Hübsch

Melanie Kalb

2015